Kosten & Vergütung

Themen dieser Seite sind:

Grundsätze zur Rechtsanwaltsvergütung

Rechtsanwälte können grundsätzlich nur gegen Vergütung für einen Mandanten tätig werden, die alle Betriebskosten und ihr Einkommen deckt.

  • Der Gesetzgeber sieht vor, dass Rechtsanwälte und ihre Mandanten Honorarvereinbarungen schließen, zumeist auf Stundensatzbasis.
  • Andernfalls wird in der Regel die Vergütung des Rechtsanwalts anhand des Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und der zugehörigen RVG-Tabelle abgerechnet. Diese orientiert sich am Gegenstandswert der jeweils bearbeiteten Aufgabe.
  • Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, übernehmen wir auf Ihren Wunsch hin die Anfrage zur Deckungszusage.

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Welche Kosten können anfallen?

Für die Bestimmung der Höhe und Pflicht zur Zahlung der Rechtsanwaltsvergütung wird unterschieden zwischen

  • Variante 1: außergerichtlicher Tätigkeit/ Beratung/ Vertragsgestaltung,
  • Variante 2: gerichtlicher Tätigkeit,
  • Variante 3: vorgerichtlicher und gerichtlicher Tätigkeit.

Variante 1:

Die Vergütung für lediglich außergerichtliche Tätigkeit des Rechtsanwalts ist zwar vom Mandanten zu entrichten. Doch kann seinen Anspruchsgegner / seinen Vertragspartner eine Erstattungspflicht treffen. Im Einzelfall kann direkt mit der Gegenseite abgerechnet werden.

Variante 2:

Je nach Ablauf und Ergebnis des Gerichtsverfahrens, sind die Kosten des Rechtstreits von einer Partei vollständig oder von den Parteien anteilig zu tragen.

Bei einem Gerichtsverfahren fallen in der Regel an:

  1. Gerichtskosten
    • Gerichtsgebühren, deren Höhe sich nach dem Streitwert des Verfahrens richtet
    • Auslagen, insbesondere Kosten für Sachverständige und Zeugen
  2. Vergütung des eigenen Rechtsanwalts, deren Höhe sich nach einer Honorarvereinbarung oder der RVG-Tabelle richtet
  3. Vergütung des gegnerischen Rechtsanwalts, deren Höhe sich i.d.R. nach der RVG-Tabelle richtet

Im Falle eines Vergleichs treffen die Parteien meist eine Vereinbarung über die Verteilung der Kostenlast.

Variante 3:

Wird ein Rechtsanwalt vorgerichtlich und gerichtlich tätig, so hat in der Regel die unterliegende Partei sämtliche Kosten zu tragen. Hat eine Partei den Rechtsstreit nicht vollständig gewonnen, so wird die Kostenlast regelmäßig anteilig zugeordnet.

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Höhe der Vergütung & Kosten

Die Höhe der Vergütung richtet sich nach der Tabelle zum Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG), soweit keine Honorarvereinbarung geschlossen wurde. Maßgeblich für die Gerichtskosten ist die Tabelle zum Gerichtskostengesetz. Anhand des Streitwerts der Angelegenheit (z.B. Kaufpreis, Höhe des Schadens) kann mit diesen Tabellen die Höhe der Vergütung bzw. der Gerichtskosten bestimmt werden.

Rechtsschutzversicherung

Wenn Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen, erledigen wir für Sie auf Wunsch die Anfrage für die Deckungszusage. Die Versicherung prüft dann im Einzelfall die Kostenübernahme; gegebenenfalls rechnen wir unsere Vergütung unmittelbar mit Ihrer Versicherung ab.

Den Abschluss einer Rechtsschutzversicherung halten wir grundsätzlich für sinnvoll, doch sollten Sie beachten, dass nicht alle Rechtsgebiete abgedeckt sind.

Regelmäßig nicht oder nur eingeschränkt versicherbar sind z.B. das Familienrecht, das Erbrecht und das Gesellschaftsrecht.

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